07. Januar 2007

Einsamkeit

Guten Tag. Eigentlich war es meine Absicht, hier als „registrierter Leser“ zu fungieren, ich nehme jedoch die Einladung zu schreiben hiermit dankend an.

Einsame und schüchterne Zeitgenossen haben die üble Eigenschaft, schon dann in Träumereien zu verfallen, wenn jemand allein verstärktes Interesse an ihnen zeigt, und haben enorme Schwierigkeiten, Signale richtig einzuordnen, wissen nicht, was nun Spaß ist und was Ernst. Einige mehrdeutige Andeutungen, verstärktes Interesse an meiner Person, und schon beginne ich wieder zu träumen — nicht einmal von einer bestimmten Person, gewissermaßen von allen potentiellen Partnerinnen — Während die Vernunftseite diesen Zustand zu unterdrücken versucht. Es tobt ein innerer Kampf zwischen dem Möglichen bzw. Wahrscheinlichen und dem Ideal, was im Geiste völliges Chaos auslöst.

Dieser Kampf äußert sich jedesmal in der gleichen Art und Weise. Zunächst tritt eine Phase des Optimismus ein, in der man sich eine Zukunft mit der gemochten Person vorstellt. Allmählich tritt man über in Sehnsucht, die gemochte Person erscheint so fern wie der Mond, den man anstarrt. Erst nach Stunden kehrt der Sinn für Realität wieder, man erkennt, daß es nicht besonders wahrscheinlich ist, mit der gemochten Person jemals zusammenzukommen. Je nach Laune und anderen Umständen kommt danach in unterschiedlicher Intensität die Phase der Einsamkeit — besonders prädestiniert hierfür die Nachtstunden. Diese Einsamkeit vergleiche ich mit einem Kater, den man nach einer alkoholintensiven Nacht hat, wenngleich ich in der Hinsicht keine Erfahrungen habe. Anstelle des Alkohols fungiert die Verträumtheit, die Auftrieb spendet und ansonsten müde Zeitgenossen für kurze Zeit zu ungewöhnlichem Enthusiasmus bewegt.

3 Kommentare

1. Sonja schrieb am 12. Januar 2007 um 20:51

Hallo Zeitgenosse,

wirklich genauso wie Du es beschrieben hast, erleb ich die Einsamkeit immer wieder. Es tut einfach nur noch weh und ich habe langsam keinen Rat mehr wie ich dem entfliehen kann.

Vielen Grüße
Sonja

2. Gerald schrieb am 16. Februar 2007 um 10:31

Hallo!
Ich kenne die Einsamkeit auch. Und zwar ist sie ständig da. Liegt daran das ich keine wirklichen Freunde habe mit den ich was unternehmen kann das sie weit weg wohnen.

lg gerald

3. Roland schrieb am 28. September 2007 um 14:26

Einsamkeit bestimmt mein Leben seit dem Ende meiner 7 Jährigen Beziehung. Kann an nichts anderes denken und sitz nur noch alleine zuhause und denk an die unsinigsten Sachen ..Füher war es das genaue Gegenteil der Fall da war ich immer Lustig unterwegs und eigentlich nie einsam. Wi heißt es so schön das Blatt wendet sich irgendwann mal und dann so richtig.

LG Roli

Schreibe einen Kommentar

Folgende Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>